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TITEL Output-management 5-6/2020

Kategorie: Aktuelle Ausgabe
TITEL Output-management 5-6/2020

Wenn’s nicht wahr wär’, käm’s nicht gedruckt her …

… dies behauptet ein altes deutsches Sprichwort. Doch zunehmend wird auf das Drucken verzichtet, wann immer möglich – Digitalisierung verpflichtet. Die aktuelle Pandemie tut ihr Übriges dazu und schon könnte eine ganze Branche in Schieflage geraten. Welche Wege führen denn aus der Not?

Bereits seit geraumer Zeit gibt es den Trend, weniger zu drucken – oder zumindest weniger drucken zu wollen. Schon seit Jahren werden Empfänger von E-Mails mit einem Hinweis am Schluss jeder Nachricht aufgefordert, diese nur wenn absolut notwendig zu Papier zu bringen. Und viele Unternehmen versuchen ebenfalls seit langem, ihre Mitarbeiter dazu zu animieren, mit dem Ausdrucken von Dokumenten bedachtsam umzugehen, nach der Devise „so viel wie nötig, so wenig wie möglich“. Vor allem dem Umweltgedanken geschuldet und dem Wunsch, mit Ressourcen sparsam umzugehen, geschieht dies inzwischen zunehmend mit Blick auf das Ziel, Prozesse hauptsächlich elektronisch abzuwickeln und somit die digitale Transformation voranzutreiben.

Die infolgedessen stark zugesetzten Druckvolumina sinken durch die derzeitige Coronakrise weiter. Um sie zu schützen, haben Unternehmen ihre Mitarbeiter ins Homeoffice geschickt – es wird vor allem im Remote-Modus gearbeitet. Die Digitalisierung macht erneut einen Schritt nach vorne, und gedruckt wird noch weniger. Für Anbieter im Druckermarkt ist es nun höchste Zeit, ihre Schwerpunkte endgültig auf andere Themen als nur auf das Schwärzen von Papier zu setzen.

NEUE THEMEN

Und diese Themen gibt es zu genüge. Nicht zuletzt solche, die eher zum eigentlichen IT-Bereich denn zur Drucker-Peripherie gehören, wie etwa Mobile Computing, Cloud oder Near Field Communication (NFC), geben den Anlass zur Schaffung neuer Dienstleistungen und neuer Konzepte, die sogar eine vollständige Übernahme ganzer Geschäftsfelder vorsehen. Um da mithalten zu können, schließen die meisten Hersteller und Anbieter strategische Partnerschaften mit Softwareunternehmen. Auch die intensive Unterstützung der Vertriebspartner zählt zu den Maßnahmen, ohne die ein dauerhafter Erfolg nicht denkbar ist.

 

Brueckenschlag

STRATEGISCHE PARTNERSCHAFTEN: Um Dienstleistungen im IT-Bereich anbieten zu können, schließen die meisten Hersteller Kooperationen mit Softwareunternehmen. 

 

Vor allem gehört aufgrund der Dokumentenflut, die jedem Unternehmen wirtschaftsweit zu schaffen macht, nun auch vorrangig zum Bereich Drucken die Verbesserung dokumentenintensiver Prozesse – das heißt schnellere, reibungslosere Abläufe sowie Produktivitätssteigerungen.

Vor diesem Hintergrund sind Dokumentenmanagementsysteme (DMS) und Enterprise Content Management (ECM) für den Markt ein Hauptthema.

 

DMS

DMS UND ECM: Dokumentenmanagement und Enterprise Content Management gehören für den Druckermarkt inzwischen zu den Hauptthemen. 

 

Und gerade das trifft den Nerv der Zeit. Denn in vielen Betrieben wächst wegen der massiven Änderungen in der Arbeitswelt – vor allem der zunehmenden Mobilität und der Verbreitung flexibler und gemeinschaftlicher Arbeit – der Wunsch nach einfach zu steuernden Prozessen.

RIESIGES POTENZIAL

Damit liegt für Hersteller und Anbieter im Druckermarkt ein riesiges Potenzial brach, das es zu erschließen gilt. Allerdings müssen sie dafür die richtige Einstellung an den Tag legen. Denn neben den erforderlichen Fachkompetenzen wird die Verinnerlichung des Servicegedankens zu einer unabdingbaren Voraussetzung für ein erfolgreiches Dasein im Markt. Von ihrem Anbieter erwarten die Kunden heute, dass er sie umfassend berät und nicht nur für ihre Druck-, sondern für ihre gesamte Dokumentenumgebung und darüber hinaus für die Verbesserung und die Verwaltung kompletter Arbeitsprozesse die Verantwortung trägt, weshalb übrigens höchste Aufmerksamkeit bei der Auswahl des Dienstleisters geboten ist.

Somit bleibt es spannend in einem Markt, der jetzt den größten Wandel seit seiner Entstehung vollziehen muss. Übernahmen und Zusammenkünfte wird es vermutlich noch geben. Wie wird die Anbieterlandschaft aussehen, wenn die Krise überstanden, die Konsolidierung abgeschlossen ist?

Fortsetzung folgt …

 Graziella Mimic

 

 Fotos: shutterstock

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